Island, Tag 7: Iren, Wikinger und ein Leuchtturm
Nächstes Ziel des Tages war der Ískrabrunnur, der bei der ehemaligen Fischersiedlung Gufuskálavör liegt. Vorweg: Bei beidem gibt es nicht viel zu sehen.
Gufuskálavör sind die Reste einer alten Fischersiedlung aus dem 15.Jahrhundert. Am deutlichsten sind hier Landeplätze der Fischerboote zu sehen, da für diese zum Schutz vor der See mit Steinen kleine Buchten angelegt wurden.
In der Nähe liegt dann Ískrabrunnur, der „Brunnen der Iren“. Woher der Name kommt, ist unklar. Was haben die Iren mit Island zu tun?
Eine kontrovers diskutierte These ist wohl, dass vor den Wikingern auch Iren auf Island waren. In jedem Fall haben die Wikinger bei ihrer Besiedelung Islands irische Sklaven dabei gehabt.
Der Ískrabrunnur wurde bis Mitte der 1940er Jahre noch genutzt, fiel dann weitesgehend in Vergessenheit und wurde erst 1989 bei Grabungen wiederentdeckt. Das besondere an dem Brunnen ist, dass Stufen zu ihm hinab in die Erde führen, die mit einem Walknochen überdacht sind. Die Stufen und den Knochen gibt es noch, den Brunnen selbst nicht.
Weiter ging es dann zum Strand Skarðsvik, ein heller Sandstrand. Geht doch! Gelbe Strände sind wirklich die Ausnahme auf Island. Ich weiß gar nicht, warum die immer die schwarzen Strände ausschildern.
Hier wurde jedenfalls im Sommer 1962 ein Wikingergrab mit verschiedenen Grabbeigaben aus den 10. Jahrhundert entdeckt. Vermutlich handelte es sich bei der Bucht im einen Landeplatz der Wikinger.
Letztes Ziel dieses kurzen Abstechers war dann der Leuchtturm Svörtuloft, der in einem hellen orange weithin sichtbar ist.












